Eine Frau mit Nebenwirkungen nach der Nutzung von CBD

CBD Nebenwirkungen: Welche Risiken und Wechselwirkungen Du kennen solltest

CBD kann trotz seiner weitverbreiteten Darstellung als “harmloses Naturprodukt” dosisabhängige und teils schwerwiegende Nebenwirkungen in Kombination mit Medikamenten verursachen. Die häufigsten Beschwerden umfassen Müdigkeit und Mundtrockenheit, die bei etwa 5-15% der Anwender auftreten.

Das Thema CBD und seine Eigenschaften stehen zunehmend im Fokus, da Cannabidiol (CBD) als Bestandteil der Cannabispflanze aus Cannabis gewonnen wird. CBD, oder Cannabidiol, ist eines von über 100 Cannabinoiden, die in der Hanfpflanze vorkommen. Viele Menschen setzen viel Hoffnung in die positiven Eigenschaften von CBD-Produkten, die antioxidativ, entzündungshemmend und beruhigend wirken sollen. Die Cannabispflanze liefert dabei nicht nur CBD, sondern auch andere Hanfprodukte, die auf dem Markt erhältlich sind. Hanf und Hanföl bieten vielfältige Anwendungsmöglichkeiten, etwa in Lebensmitteln, Kosmetika und Nahrungsergänzungsmitteln. Die Wirkung und Qualität dieser Produkte hängen maßgeblich von ihren Inhaltsstoffen ab, die für die Gesundheit von Bedeutung sein können.

CBD Öl neben CBD Tropfen zur Verdeutlichung der Wirkung

Mehr als nur Nebenwirkungen: CBD Öl Tropfen

Wirkung von CBD Öl
Inhaltsverzeichnis

CBD Nebenwirkungen im Überblick: Was Du sofort wissen musst

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stuft Cannabidiol grundsätzlich als sicher ein, betont jedoch, dass diese Einschätzung hauptsächlich für kurzfristige Anwendung in niedrigen Dosierungen gilt. Bei höheren Dosen oder längerer Einnahme von CBD steigt das Risiko für ernstere Komplikationen erheblich. Hinsichtlich der rechtlichen Lage ist zu beachten, dass CBD laut einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs kein Betäubungsmittel ist. Dennoch sind CBD-Produkte als Lebensmittel derzeit nicht zugelassen. Für den Einsatz von CBD in Lebensmitteln, Nahrungsergänzungsmitteln und Kosmetika ist eine Zulassung erforderlich. Für CBD-haltige Produkte muss ein Antrag auf Zulassung eines Arzneimittels oder ein Antrag auf Zulassung eines neuartigen Lebensmittels gestellt werden. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat erklärt, dass CBD in Lebensmitteln nicht verkehrsfähig ist. CBD gilt als neuartig im Sinne der Novel Food-Verordnung der EU und benötigt eine Sicherheitsprüfung vor dem Verkauf. Die Lage auf dem Markt ist daher unsicher, da die Zulassung und Sicherheit von CBD-Produkten noch nicht abschließend geregelt sind. Entsprechend bewerben CBD Fachhändler ihre CBD Produkte beispielsweise als kosmetische Mundöle zur Pflege und Reinigung des Mundraumes.

Ein entscheidender Unterschied besteht zwischen standardisierten CBD-Arzneimitteln wie Epidyolex (mit Dosierungen von 300-1200 mg täglich) und frei verkäuflichen CBD Produkten als Nahrungsergänzungsmittel (meist 5-50 mg täglich). Während für medizinisches Cannabidiol umfangreiche Sicherheitsdaten aus kontrollierten Studien existieren, ist die Datenlage für niedrig dosierte Hanfprodukte deutlich dünner. Im Gegensatz zu THC hat CBD keine psychoaktive Wirkung, sondern wirkt beruhigend und entspannend. Viele Aussagen zur Wirksamkeit von CBD-Produkten auf dem Markt sind nicht durch ausreichende wissenschaftliche Belege gestützt. Die Stiftung Warentest hat festgestellt, dass für viele CBD-Produkte keine ausreichenden wissenschaftlichen Belege für ihre Wirksamkeit vorliegen.

Im Bereich der Medizin ist zu beachten, dass ein CBD-haltiges Arzneimittel als Therapie für bestimmte Epilepsieformen bei Patienten ab 2 Jahren zugelassen ist. Die Stiftung Warentest hat zudem in einer Befragung herausgefunden, dass etwa 12 Prozent der Deutschen mehr und minder regelmäßig CBD-Produkte verwenden. Viele Menschen nutzen CBD-Produkte in verschiedenen Formen, um eine Vielzahl von Symptomen und Erkrankungen zu behandeln oder um ihr allgemeines Wohlbefinden zu verbessern. Viele Menschen greifen zu CBD-Produkten, um etwas für ihre Gesundheit zu tun, auch wenn die genauen Wirkungen nicht immer klar belegt sind. Die meisten Anwender versprechen sich von CBD Hilfe beim Entspannen, Stresslinderung sowie Hilfe gegen Schlafstörungen.

Die meisten Nebenwirkungen sind mild und vorübergehend, können aber bei empfindlichen menschen oder in Kombination mit anderen Medikamenten problematisch werden. Besonders kritisch sind mögliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und potenzielle Leberschäden bei Langzeitanwendung.

Eine Frau nach Nutzung von CBD Tropfen mit Nebenwirkungen

Die häufigsten CBD Tropfen Nebenwirkungen im Detail

Müdigkeit und Schläfrigkeit durch CBD

Schläfrigkeit gehört zu den häufigsten Nebenwirkungen der Einnahme von CBD und tritt bei mehr als 10% der Patienten in klinischen Studien auf. Müdigkeit und Schwindel treten häufig als Nebenwirkungen bei CBD auf. In Studien zeigen etwa 21 % der Nutzer Müdigkeit als Nebenwirkung. Diese Wirkung entsteht durch die Modulation verschiedener Neurotransmittersysteme im Gehirn, insbesondere GABA-, Serotonin- und Adenosin-Signalwege.

Der beruhigende Effekt kann bei Schlafstörungen durchaus erwünscht sein, wird jedoch problematisch, wenn Du CBD am Tag für andere Beschwerden wie Schmerzen oder Stress einnimmst. Bei manchen Menschen kann CBD auch eine Aktivierung bewirken, was sich auf das Energieniveau und die Wachsamkeit auswirkt. Die Wirkung ist individuell unterschiedlich. Die Schläfrigkeit verstärkt sich erheblich in Kombination mit anderen zentral dämpfenden Substanzen wie Benzodiazepinen oder Alkohol.

Um übermäßige Müdigkeit zu vermeiden, solltest Du mit einer niedrigen Dosierung beginnen (5-10 mg) und die Einnahme zunächst abends testen. Falls Du CBD für Tagesaktivitäten benötigst, plane eine einschleichende Dosisfindung über mehrere Wochen ein. Bei anhaltender Schläfrigkeit trotz Dosisanpassung konsultiere einen Arzt.

Trockener Mund und Mundtrockenheit

Mundtrockenheit (Xerostomie) tritt bei etwa 15-20% der CBD-Anwender auf und entsteht durch die Beeinflussung der Speichelproduktion über Cannabinoid-Rezeptoren in den Speicheldrüsen. Diese Wirkung wird durch das Endocannabinoid-System vermittelt, das eine zentrale Rolle bei der Regulierung verschiedener Körperfunktionen spielt. Diese Nebenwirkung ist dosisabhängig und meist harmlos, kann aber bei längerer Dauer zu Zahnproblemen führen.

Praktische Maßnahmen zur Linderung umfassen ausreichende Flüssigkeitsaufnahme, zuckerfreie Kaugummis und spezielle Mundspülungen. Vermeide alkoholhaltige Mundwässer, da diese die Trockenheit verstärken können. Bei starker oder anhaltender Mundtrockenheit solltest Du die Dosierung reduzieren oder einen Zahnarzt konsultieren.

CBD und Verdauungsprobleme: Durchfall, Übelkeit und Bauchschmerzen

Gastrointestinale Beschwerden gehören zu den dokumentierten Nebenwirkungen von Cannabidiol, wobei Durchfall bei mehr als 10% der Patienten in Epilepsie-Studien auftrat. Die Übelkeit und Bauchschmerzen entstehen durch direkte Effekte auf das enterische Nervensystem und Veränderungen der Darmmotilität.

CBD Öl kann diese Beschwerden verstärken, da die gleichzeitige Aufnahme mit fetthaltigen Mahlzeiten die Bioverfügbarkeit drastisch erhöht und damit das Risiko für Nebenwirkungen steigert. Die Symptome sind meist dosisabhängig und bilden sich bei Dosisreduktion zurück.

Falls Du unter CBD Öl Durchfall leidest, reduziere die Dosis um die Hälfte und nimm das Produkt nüchtern ein. Bei anhaltenden oder schweren Verdauungsproblemen konsultiere einen Arzt, da andere Ursachen ausgeschlossen werden müssen.

Ein Mann mit CBD Kopfschmerzen

CBD Appetit und Gewichtsveränderungen

Die Anwendung von CBD kann paradoxe Effekte auf den Appetit haben – sowohl Appetitlosigkeit als auch gelegentlich Appetitanregung wurden berichtet. Zu den Eigenschaften von CBD zählt, dass es den Appetit und das Gewicht beeinflussen kann, wobei diese Effekte individuell unterschiedlich ausfallen. In klinischen Studien mit dem antiepileptikum Epidyolex war verminderter Appetit eine häufige Nebenwirkung, die teilweise zu klinisch relevantem Gewichtsverlust führte.

Diese individuell unterschiedlichen Reaktionen hängen von der Dosierung, der Dauer der Einnahme und persönlichen Faktoren ab. Bei bereits bestehender Untergewichtigkeit oder Essstörungen ist besondere Vorsicht geboten. Menschen mit Übergewicht könnten theoretisch von appetitzügelnden Effekten profitieren, jedoch ist CBD dafür nicht zugelassen.

CBD Kopfschmerzen und neurologische Effekte

Kopfschmerzen als paradoxe Reaktion auf CBD treten bei etwa 5-10% der Anwender auf, obwohl Cannabidiol häufig zur Schmerzlinderung eingesetzt wird. Diese CBD Kopfschmerzen können durch Gefäßveränderungen, Blutdruckschwankungen oder Überempfindlichkeitsreaktionen entstehen.

Weitere neurologische Effekte umfassen Benommenheit, Schwindel und in seltenen Fällen Konzentrationsstörungen. Diese Symptome verstärken sich besonders in Kombination mit anderen Substanzen oder bei zu hoher Anfangsdosis.

Bei auftretenden CBD Öl Kopfschmerzen reduziere die Dosis um die Hälfte und achte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Falls die Beschwerden anhalten, könnte eine individuelle Unverträglichkeit vorliegen, die ein Absetzen des Produkts erfordert.

CBD Wechselwirkungen mit Medikamenten

Cytochrom P450-System und CBD Öl Wechselwirkungen

CBD hemmt wichtige Enzyme des Cytochrom-P450-Systems (CYP3A4, CYP2C19, CYP2C9), die für den Abbau vieler Medikamente verantwortlich sind. Diese Hemmung kann zu erhöhten Plasmaspiegeln anderer Wirkstoffe führen und deren Nebenwirkungen verstärken.

Besonders kritisch sind Wechselwirkungen mit Blutverdünnern wie Warfarin, Antiepileptika wie Clobazam und Valproinsäure, sowie verschiedenen Psychopharmaka. In Studien wurden bei Kombination von CBD mit Valproinsäure signifikant erhöhte leberwerte beobachtet.

Medikamentengruppe

Risiko

Überwachung erforderlich

Blutverdünner

Erhöhtes Blutungsrisiko

INR-Kontrollen

Antiepileptika

Verstärkte Sedierung/Lebertoxizität

Leberwerte, Medikamentenspiegel

Benzodiazepine

Verstärkte Sedierung

Klinische Beobachtung

Immunsuppressiva

Toxische Spiegel

Spiegelkontrollen

CBD und Herz-Kreislauf-Medikamente

Die Anwendung von CBD kann zu Blutdruckveränderungen führen, wobei meist eine leichte Senkung beobachtet wird. Bei menschen mit niedrigem Blutdruck kann dies zu Schwindel, Schwächegefühl oder in seltenen Fällen zu CBD Herzrasen als Kompensationsreaktion führen.

Wechselwirkungen mit blutdrucksenkenden Medikamenten können die hypotensive Wirkung verstärken und zu gefährlichen Blutdruckabfällen führen. Patienten mit herz-Kreislauf-Erkrankungen sollten CBD nur unter ärztlicher Überwachung einnehmen und regelmäßige Blutdruckkontrollen durchführen lassen.

CBD Öl Leber: Auswirkungen auf die Leberfunktion

Die lebertoxische Wirkung von Cannabidiol ist einer der wichtigsten Sicherheitsaspekte bei längerer Anwendung. Zu den leberschädigenden Eigenschaften von CBD zählt, dass in klinischen Studien dosisabhängige Erhöhungen der Leberenzyme (ALT, AST) bis hin zu klinisch relevanten Leberschäden beobachtet wurden.

Eine systematische Auswertung der Würzburger Arbeitsgruppe bestätigt, dass CBD dosisabhängige und teils schwerwiegende Auswirkungen auf die Leber haben kann, insbesondere bei hochdosierter oder langfristiger Anwendung. Das Risiko steigt erheblich bei gleichzeitiger Einnahme anderer leberschädlicher Medikamente.

Eine Grafik von einer Leber in Bezug auf CBD Öl

Bei längerer CBD-Einnahme (>3 Monate) sollten regelmäßige Leberwertkontrollen durchgeführt werden. Menschen mit bestehenden Lebererkrankungen, Alkoholproblemen oder anderen leberschädigenden Medikamenten sollten CBD nur unter ärztlicher Überwachung verwenden. Hochwertige CBD-Öle sind in der Regel gut verträglich und verursachen selten Nebenwirkungen. Die Wahl eines hochwertigen CBD-Produktes ist entscheidend für die Verträglichkeit und mögliche Nebenwirkungen. Minderwertige CBD-Produkte können mit unerwünschten Chemikalien belastet sein, was die Leber zusätzlich belasten kann.

Risikogruppen: Wer CBD meiden sollte

Schwangerschaft und Stillzeit

Für die Anwendung von Cannabidiol während Schwangerschaft und Stillzeit existieren keine belastbaren Humanstudien. Tierstudien zeigen mögliche Beeinträchtigungen der Embryonalentwicklung und hormonelle Veränderungen, die theoretisch das ungeborene Kind gefährden könnten.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie rät von der Einnahme von CBD Produkten während Schwangerschaft und Stillzeit ab. Da Cannabinoide in die Muttermilch übergehen können, besteht auch beim Stillen ein potenziales Risiko für den Säugling.

Personen mit niedrigem Blutdruck

Die blutdrucksenkende Wirkung von CBD kann bei Menschen mit bereits niedrigem Blutdruck (unter 90/60 mmHg) zu problematischen Situationen führen. Symptome können Schwindel, Schwächeanfälle oder Ohnmacht umfassen.

Bei bekannter Hypotonie solltest Du vor der CBD-Anwendung einen Arzt konsultieren und mit sehr niedrigen Dosen beginnen. Regelmäßige Blutdruckmessungen sind empfehlenswert, besonders in den ersten Wochen der Behandlung.

CBD Allergie und Unverträglichkeiten

Allergische Reaktionen auf Cannabinoide sind selten, aber dokumentiert. Symptome einer CBD-Allergie können Hautausschläge, Juckreiz, Atembeschwerden oder in schweren Fällen anaphylaktische Reaktionen umfassen. Da CBD aus der Pflanze gewonnen wird, sind Kreuzallergien mit anderen Pflanzen möglich.

Kreuzallergien mit anderen Pflanzen der Hanfpflanze-Familie oder verwandten Gewächsen sind möglich. Bei bekannten Allergien gegen pflanzliche Produkte solltest Du einen Vorsichtstest mit einer sehr geringen Dosis durchführen oder einen Allergologen konsultieren.

Eine Frau nach Nutzung von CBD Öl mit Nebenwirkungen

Ursachen für CBD Öl Nebenwirkungen

Produktqualität und Reinheit

Minderwertige CBD Produkte sind eine Hauptursache für unerwartete Nebenwirkungen. Studien zeigen, dass viele frei verkäufliche Hanfprodukte falsche Angaben zum Cannabidiol-Gehalt aufweisen oder mit Schadstoffen wie Pestiziden, Schwermetallen oder Lösungsmitteln kontaminiert sind.

Die fehlende Standardisierung bei Nahrungsergänzungsmitteln führt zu erheblichen qualitätsunterschieden zwischen verschiedenen Herstellern. Während Arzneimittel strengen Qualitätskontrollen unterliegen, bewegen sich viele CBD Öl Produkte in rechtlichen Graubereichen.

Achte beim Kauf auf Laboranalysen von unabhängigen Instituten, Bio-Zertifizierung und transparente Herstellungsangaben. Günstige Produkte unbekannter Herkunft bergen oft erhöhte Risiken.

Dosierung und Anwendungsfehler

Eine zu hohe Anfangsdosis ist der häufigste Fehler bei der CBD-Anwendung und führt vermeidbar zu Nebenwirkungen. Die individuell verträgliche Dosierung kann zwischen 5 mg und 50 mg täglich stark variieren und hängt von Körpergewicht, Stoffwechsel und Gesundheitszustand ab.

Die einschleichende Dosierung beginnt idealerweise mit 2,5-5 mg täglich und wird wöchentlich um weitere 2,5-5 mg gesteigert, bis die gewünschte Wirkung erreicht wird. Die Einnahme sollte zur gleichen Tageszeit erfolgen, um gleichmäßige Plasmaspiegel zu erreichen.

Aktuelle Studien zu CBD Nebenwirkungen

Der WHO-Bericht von 2017 bewertete CBD als “gut verträglich mit einem guten Sicherheitsprofil”, basierte jedoch hauptsächlich auf Daten aus Kurzzeitstudien. Neuere Forschungen zeigen ein differenzierteres Bild, insbesondere bei längerer Anwendung und höheren Dosen.

Die Sicherheitsstudie von Iffland & Grotenhermen (2017) analysierte über 130 studien und bestätigte grundsätzlich ein akzeptables Nebenwirkungsprofil, wies jedoch auf die begrenzte Datenlage zu Langzeiteffekten hin. Aktuelle Untersuchungen fokussieren verstärkt auf Organschäden, Interaktionspotenziale und spezielle Patientengruppen. Zudem untersuchen Studien die potenziell entzündungshemmende Wirkung von CBD bei Entzündungen, weisen aber auch auf die Risiken und die bislang unzureichende wissenschaftliche Absicherung in diesem Bereich hin.

Eine Wien studien zur Schmerzlinderung bei Arthrose zeigte trotz hoher CBD-Dosen keine bessere Wirksamkeit als Placebo, was das Nutzen-Risiko-Verhältnis für diese Indikation in Frage stellt. Für viele der im Internet behaupteten Wirkungen von CBD fehlen bislang ausreichende wissenschaftliche Belege, sodass weitere Studien notwendig sind, um die Sicherheit und Wirksamkeit abschließend zu bewerten.

Ein Mann hat Übelkeit nach Nutzung von CBD Öl

CBD Öl gefährlich: Mythen vs. Fakten

Die Darstellung von CBD als völlig harmloses Naturprodukt ist irreführend. Während Cannabidiol deutlich sicherer als THC ist und keine klassischen Rauschzustände verursacht, können durchaus ernsthafte Nebenwirkungen auftreten.

Häufige Mythen umfassen die Annahme, dass “natürlich” automatisch “sicher” bedeutet, oder dass niedrige Dosen grundsätzlich risikofrei sind. Tatsächlich können auch geringe Mengen CBD bei empfindlichen Personen oder in Kombination mit anderen Medikamenten problematisch werden.

Realistische Risiken umfassen Leberschäden bei Langzeitanwendung, medikamentöse Wechselwirkungen und die unvorhersehbare Qualität frei verkäuflicher Produkte. Diese Risiken sind jedoch bei sachgemäßer Anwendung und hochwertigen Produkten gut beherrschbar.

Häufig gestellte Fragen zu CBD Nebenwirkungen

Wie schnell treten CBD Nebenwirkungen auf?

Die meisten akuten Nebenwirkungen wie Müdigkeit oder CBD Übelkeit zeigen sich innerhalb von 30 Minuten bis 2 Stunden nach der Einnahme. Langzeiteffekte wie Leberschäden entwickeln sich schleichend über Wochen bis Monate.

Sind CBD Öl Nebenwirkungen dosisabhängig?

Ja, fast alle bekannten Nebenwirkungen von Cannabidiol sind dosisabhängig. höhere Dosen erhöhen sowohl die Wahrscheinlichkeit als auch die schwere unerwünschter Effekte erheblich.

Was tun bei starken Nebenwirkungen?

Bei schweren Reaktionen wie Atemnot, starken Bauchschmerzen oder ausgeprägten Kreislaufproblemen solltest Du CBD sofort absetzen und ärztliche Hilfe suchen. Bei Unsicherheiten oder weiteren Fragen kann auch ein Apotheker zur Beratung hinzugezogen werden. Milde Nebenwirkungen erfordern meist nur eine Dosisreduktion.

Können CBD Tropfen Nebenwirkungen andere sein als bei CBD Öl?

Die Nebenwirkungen sind prinzipiell gleich, da der Wirkstoff Cannabidiol identisch ist. unterschiede ergeben sich hauptsächlich durch verschiedene Bioverfügbarkeit und zusätzliche Inhaltsstoffe in verschiedenen Produkten.

Wie lange dauern CBD Nebenwirkungen an?

Akute Nebenwirkungen klingen meist innerhalb von 4-6 Stunden ab, da CBD eine Halbwertszeit von etwa 18-32 Stunden hat. Bei täglicher Einnahme können sich Effekte akkumulieren und länger anhalten.

Gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen CBD Produkten?

Ja, erheblich. CBD Öl wird langsamer resorbiert als sublinguale Tropfen, Kapseln haben eine verzögerte Wirkung, und die Qualität variiert stark zwischen Herstellern. Vollspektrum-Extrakte enthalten zusätzliche Cannabinoide, die das Nebenwirkungsprofil beeinflussen können.

Ein Mann mit Herzrasen nach Nutzung von CBD

Fazit: Sichere CBD Anwendung trotz möglicher Nebenwirkungen

CBD ist weder ein Wundermittel noch ein völlig harmloses Naturprodukt, sondern ein pharmakologisch wirksamer Stoff mit spezifischen Risiken und Nutzen. Die wichtigsten Nebenwirkungen umfassen Müdigkeit, Mundtrockenheit, Magen-Darm-Beschwerden und bei längerer Anwendung mögliche Leberschäden.

Für eine sichere Anwendung beginnst Du mit niedrigen Dosen (2,5-5 mg), steigerst langsam über Wochen und achtest auf qualitativ hochwertige Produkte mit Laboranalysen. Bei bestehenden Erkrankungen, Medikamenteneinnahme oder Zugehörigkeit zu Risikogruppen ist eine ärztliche Beratung unbedingt erforderlich.

Die aktuelle Forschung zeigt, dass viele populäre Anwendungsgebiete von CBD nicht ausreichend durch Studien belegt sind, während gleichzeitig reale Risiken bestehen. Eine kritische Nutzen-Risiko-Bewertung ist daher essentiell für eine verantwortungsvolle Anwendung.

Zukünftige Forschung wird sich verstärkt auf Langzeitsicherheit, Dosisfindung für spezielle Patientengruppen und standardisierte Qualitätskriterien konzentrieren. Bis dahin solltest Du CBD mit der gleichen Vorsicht betrachten wie andere wirksame Substanzen und bei Unsicherheiten professionelle medizinische Beratung in Anspruch nehmen.


Über den Autor

Johannes Max Harms

Als einer der frühen Pioniere im Bereich natürlicher Gesundheit und Cannabinoidforschung hat sich Johannes Max Harms über die Jahre zu einem gefragten Experten rund um CBD und Wohlbefinden entwickelt. Seine Leidenschaft gilt der Erforschung der pflanzlichen Wirkstoffe und ihrer Wirkung auf Körper und Geist. Mit einem tiefen Verständnis für natürliche Balance, Terpenprofile und hochwertige Pflanzenöle widmet er sich heute der Entwicklung von Produkten, die Gesundheit, Entspannung und Lebensfreude auf natürliche Weise fördern.